Am 29. September 2021 eröffnet CULTURESCAPES seine 16. Ausgabe. Sie ist zugleich Auftakt zu einer neuen Festivalreihe, die Regionen von globaler Bedeutung in den Fokus nimmt.

Im Rahmen von CULTURESCAPES 2021 Amazonas werden zwei Monate lang Kunstschaffende aller Sparten aus Brasilien, Kolumbien, Peru, Bolivien und Ecuador an über 40 Bühnen und Häuser in der ganzen Schweiz, Deutschland und Frankreich eingeladen. Auch diesmal geht CULTURESCAPES mit seiner Programmgestaltung über das Bekannte und oft Gesehene hinaus.

Mit seiner Ausgabe 2021 will CULTURESCAPES den Amazonas als kritischen ökologischen und sozialen Raum lesbar machen und einen vertieften Wissensaustausch mit der Schweiz und Europa herstellen. CULTURESCAPES will auch das Bewusstsein schärfen für die Bedrohung des Amazonas durch den Klimawandel, die Bedeutung indigener Kulturen und die globale soziale Verantwortung.

Den Rahmen für diese Annäherung und Erforschung bilden vier thematischen Linien, die sich überschneiden und miteinander verbunden sind:

Wasser
Der Amazonas als Netz von Wasserwegen verbindet den Kontinent von den Anden bis zum Atlantik. Der Fluss dient als Kreislaufsystem für den Tropenwald und für die Menschen, die um ihn herum leben. Eine Metapher für das Leben, die Vernetzung und die Kommunikation.

Anthropozän
Das neue geologische Zeitalter, geprägt vom menschlichen Einfluss auf die Erde, bringt Herausforderungen wie den Klimawandel mit sich. Und fordert uns auf, Konzepte wie Fortschritt und Entwicklung anders zu denken. Die Suche nach neuen Formaten für die Beziehungen zwischen den Völkern sowie zwischen Menschen und anderen Spezies ist dringend nötig und ein wichtiges Thema für viele Künstler.

Entkolonialisierung
Die Kolonialgeschichte Südamerikas hat ein Umfeld des intensiven und oft angespannten Zusammenlebens verschiedener Gemeinschaften und Kulturen hervorgebracht. Diese Gesellschaften, ihre Traditionen und Lebensweisen, ihre Geschichten und Visionen, Rechte und Kämpfe, die Wechselbeziehungen untereinander und mit der Natur bilden den Kern des Amazonas als sozialer Raum. Ihre Stimmen sollen durch die Textur des Festivals hörbar gemacht werden.

Gewalt und Frieden
Sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart: In Südamerika und in seinem amazonischer Teil ist Gewalt weit verbreitet. Welche Rolle spielt Europa heute in diesen Prozessen? Welchen Blick haben Künstler*innen und Denker*innen auf Fragen von Frieden und Versöhnung?

Ein weiterer, übergreifender Schwerpunkt des Festivals ist der überwältigende Einfluss von COVID-19 auf die Region. Die Pandemie hat sich auch auf die Vorbereitungen zu CULTURESCAPES 2021 Amazonas ausgewirkt. Wir sind zuversichtlich, dass das Festival zwischen Ende September und Anfang Dezember stattfinden kann, sowohl mit den gewohnten physischen als auch mit neuen virtuellen Formaten.

CULTURESCAPES ist ein spartenübergreifendes Festival. Wir sind bestrebt, einen grenzüberschreitenden kulturellen Dialog, gegenseitiges Lernen zwischen unterschiedlichen Kulturen sowie Zusammenarbeit und Vernetzung zu fördern. Unsere Mission ist es, uns als Plattform für eine integrativere, plurikulturelle, offenere und verantwortungsvolle Gesellschaft zu engagieren.

Seit 2003 fokussiert das Festival die Kulturlandschaft eines Landes oder einer Region. Mit Sitz in Basel agiert das Festival weit über die Stadt und die Schweiz hinaus, bezieht bis zu zehn weitere Schweizer Kantone sowie die angrenzenden Regionen Deutschlands und Frankreichs ein.

Mit jeder Festivalausgabe steigt die Zahl der Partner*innen und der Besucher*innen stetig. Gegenwärtig kooperieren wir mit rund 40 kulturellen Institutionen in der Schweiz.

Das Festival findet jeweils im Herbst statt und dauert zwei Monate, während denen über 200 Veranstaltungen präsentiert und fast 60.000 Besucher*innen begrüsst werden. Mit jeder neuen Ausgabe erforscht das Festival unterschiedliche kulturelle und soziale Erfahrungen, von Georgien (2003) über Israel (2011), den Balkan (2013), Tokio (2014) und Island (2015) bis Griechenland (2017) und Polen (2019). Das Festival umfasst darstellende und bilden Künste, Film und Literatur, Hochschulvorträge, öffentliche Debatten sowie Programme, die speziell auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten sind.

Pius Knüsel
Stiftungsratspräsident

Geboren 1957 in Cham, ZG. Studium der Germanistik, der Philosophie und der Literaturkritik an der Universität Zürich.

Als freier Journalist 1981 Mitbegründer der Innerschweizer Wochenzeitung ‹Die Region›. Von 1986 bis 1992 Kulturredaktor und Nachrichtenjournalist beim Schweizer Fernsehen.

1992 bis 1997 Programmleiter des Jazz Clubs Moods und Mitglied des Direktoriums des Europe Jazz Networks. 1996 Programmchef des Jazznojazz-Festivals in Zürich. 1998 bis 2002 verantwortlich für das Kultursponsoring der Credit Suisse.

Im Jahr 2000 Mitbegründer des Forums Kultur und Ökonomie. Von 2002 bis 2012 Direktor der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Seither Direktor der Volkshochschule Zürich. Sporadische Lehrtätigkeit in Kulturmanagement und Kulturpolitik an den Universitäten Basel und Neuenburg, am Stapferhaus Lenzburg, an der Hochschule der Künste Bern, an der Fachhochschule Kufstein.

Stiftungsrat von Mummenschanz, Mitglied des Verwaltungsrats des Filmfestivals Locarno, Vorstand des Verbandes der Schweizerischen Volkshochschulen.

Christian Hörack
Vize-Stiftungsratspräsident

Geboren 1975 in Mannheim, lebt seit 2002 in der Schweiz und seit 2006 in Basel. Studium der Kunstgeschichte und Geschichte in Heidelberg, Lille, Wien und Lausanne. Promotion als Kunsthistoriker.

Kurator Edelmetall und Keramik Neuzeit am Schweizerischen Nationalmuseum sowie Mitarbeiter und Programmgestalter am Neuen Kino Basel. Präsident der Keramikfreunde der Schweiz und Mitglied des Fachausschusses des Jüdischen Museums der Schweiz. Davor Arbeit an Museen in Neuchâtel, Basel, Lausanne, Strassburg, Wien und Lille.

Publikationen zu «L’argenterie Lausannoise» (2007), «Basler Goldschmiedekunst» (2013 und 2014) und «Prêt à porter. L'histoire du sac plastique et papier en Suisse» (2016).

Daniela Settelen-Trees
Stiftungsrätin

Studium der Kunstgeschichte in Bern, Basel und München. Tätigkeit als Kunsthistorikerin in Museen, Galerien und Stiftungen. Ab 2000 freischaffend: Leiterin Agriculture Mapprach, GGG Atelierhaus Basel, Publizistin und Herausgeberin diverser Künstlerbücher. Lebt und arbeitet in Basel.

Annette Schönholzer
Stiftungsrätin

Seit über 20 Jahren lokal, national und international im kulturnahen Umfeld und Messebereich tätig. Arbeitserfahrung in den Bereichen Kulturförderung, als Projektleiterin grosser Veranstaltungen, als Co-Direktorin der internationalen Kunstmesse Art Basel, und als Managing Director des Kunstmuseums Basel.

Sie ist Mitglied von Vorständen, Stiftungsräten und Jurys und hat in der Moderation und Entwicklung von zahlreichen Konzepten und Organisations-Prozessen mitgewirkt. 2014 machte sie sich als Beraterin mit ihrer Firma .connect the dots selbständig. 

Wohnhaft in Basel, wo sie auch verheiratet ist. In ihrer Freizeit stehen Kultur und Natur an erster Stelle: Kunst, Musik, Literatur, Theater, Reisen in fremde Länder, aber auch Bewegung in den Bergen und in der näheren Umgebung von Basel sind Quellen der Inspiration.

Christoph Keller
Stiftungsrat

Geboren 1959 in Zürich.

Freischaffender Reporter, Autor, Moderator und Initiant der Plattform www.podcastlab.ch.

Bis im Frühjahr 2019 leitete er die Redaktion Kunst & Gesellschaft von Radio SRF2 Kultur und war Autor vieler Sendungen in den Formaten Kontext, Passage und Hörpunkt. Zuvor lange Jahre Reporter beim MAGAZIN von Tages-Anzeiger, Berner Zeitung und Basler Zeitung, Redakteur und Reporter für die WochenZeitung WoZ gearbeitet und als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Nationalen Forschungsprogramm 51 zu Integration und Ausschluss. Heute schreibt er unter anderem auch für REPORTAGEN, für GEO, für EDITO und andere Publikationen.

Er ist Autor von «Der Schädelvermesser» (1995), «Alamor drei Tage» (2007), «Übers Meer» (2013) und «Hotel Galaxy» (2018). Ausserdem ist er als Lehrbeauftragter an der Zürcher Hochschule der Künste und als Dozent an der Schweizer Journalistenschule MAZ in Luzern tätig und arbeitet auch als Moderator an regionalen, nationalen und internationalen Veranstaltungen.

Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter, lebt in Basel und zeitweilig auf einem Segelschiff auf dem Neuenburgersee.

Henri Michel Yéré
Stiftungsrat

Geboren 1978 in Abidjan, Côte d’Ivoire, lebt seit 2003 in Basel. Er ist Dozent am Zentrum für Afrikastudien der Universität Basel und Lehrbeauftragter an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL).


Henri ist promovierter Historiker. Er hat sich mit Fragen der Staatsbürgerschaft und Nationalität im kolonialen und postkolonialen Kontext beschäftigt. Seine jüngeren Arbeiten sind soziologisch ausgerichtet und befassen sich mit den Beziehungen zwischen den Naturwissenschaften und der Gesellschaft im Allgemeinen. Für das Pharmaunternehmen Novartis arbeitete er sieben Jahre am Hauptsitz in Basel im Bereich Diversity and Inclusion.


Als Lyriker hat Henri zwei Gedichtbände (2015) sowie Gedichte und Artikel in verschiedenen Literaturzeitschriften veröffentlicht.

Jurriaan Cooiman
Direktor

Geboren 1966 in den Niederlanden. Gründer und Direktor von CULTURESCAPES. 

Er studierte Kulturmanagement an der Universität Basel. Er war Leiter der Produktionsagentur Performing Arts Services und arbeitete unter anderem mit dem Od-theater, Circle X Arts, Sankai Juku, der Werkbühne Berlin und dem Goetheanum zusammen. Seit der Gründung von CULTURESCAPES im Jahr 2003 ist er die treibende Kraft und Inspiration für alle Festivalausgaben. Er hält Vorträge über Kulturmanagement und Networking und ist Mitglied der European Festivals Association (EFA).

Kateryna Botanova
Co-Kuratorin

Geboren 1976 in Chmelnyzkyj, Ukraine (damals UdSSR). Kuratorin, Kulturkritikerin und Autorin. Master of Arts in Kulturwissenschaften. Sie war Direktorin des Foundation Center for Contemporary Art in Kyiw, Ukraine, sowie Gründerin und Chefredaktorin des Online-Journals für zeitgenössische Kultur Korydor.

Daneben Tätigkeit als Ausbilderin und Beraterin für verschiedene Programme im Rahmen des Kulturprogramms der Östlichen Partnerschaft der EU, das sich mit kulturpolitischen Analysen, Kulturindustrien und Kulturjournalismus in der Region befasste. Sie beriet das EU National Institutes for Culture EUNIC zu Fragen der globalen kulturellen Beziehungen und Zusammenarbeit. Kateryna verfasst regelmässig Beiträge für verschiedene Medien.

 

***

 


Warum wolltest du für CULTURESCAPES arbeiten?
Ich kam 2014 als Kuratorin für Ausstellungen ins Team. Bald erkannte ich, dass CULTURESCAPES als Festival eine einzigartige Gelegenheit bietet, viele Dinge zu kombinieren, die ich immer an der Arbeit im Kulturbereich schätzte: multidisziplinärer Ansatz, Erforschung lokaler Kulturlandschaften mit globaler Reichweite und Bedeutung sowie die Verbindung einer Vielfalt an künstlerischen Stimmen mit verschiedenen Publikumsgruppen. Im Laufe der Jahre haben wir Culturescapes zu einer Plattform für Empowerment und Sensibilisierung für die aktuellen Themen unserer Zeit weiterentwickelt. Ich freue mich, Culturescapes als wachsenden Raum der Fürsorge und des gegenseitigen Lernens zwischen verschiedenen, auch weit entfernten Gesellschaften und Kulturen zu sehen, mit dem gemeinsamen Ziel, sich eine bessere und nachhaltigere Zukunft vorzustellen.

Was gefällt dir an der Festivalausgabe CULTURESCAPES 2021 Amazonas?
Von aussen lässt man sich leicht von den Bildern mächtiger Flüsse überwältigen, die den Kontinent vom Pazifik bis zum Atlantik verbinden, oder von den endlosen grünen Massen des Regenwaldes. Schockierende Nachrichten über Waldbrände oder aktuell die COVID-Opfer fallen ebenfalls auf. Mit CULTURESCAPES 2021 Amazonas möchten wir sowohl indigenen als auch nicht-indigenen Künstler*innen, Aktivist*innen, Schriftsteller*innen und Forscher*innen aus verschiedenen Teilen des Amazonasgebiets ermöglichen, die Geschichten vom Amazonas als Reich des Kampfes für den Umweltschutz erzählen, für die Menschen- und kulturellen Rechte, als verbindender Raum verschiedener Arten von Wissen und Visionen des menschlichen und nichtmenschlichen Zusammenlebens. Diese Geschichten und Erkenntnisse sind heute für jeden von äusserster Wichtigkeit, unabhängig davon, wer wir sind oder wo wir leben.

Celina Marie Caspar
Leitung Produktion

Geboren 1983 in München, Deutschland. Studium Kulturwissenschaft und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim sowie Médiation Culurelle an der Sorbonne Nouvelle in Paris. 2020 schloss sie zudem den «CAS Digitale Kulturen» an der Universität Basel ab.

Sie war zuletzt für die Hochschule für Musik Basel am Institut Jazz und in der Produktion des Offbeat Jazzfestival Basel tätig. Am Goethe-Institut Jerusalem wirkte sie in der Programmarbeit mit, sammelte Erfahrung in einer Eventmanagement Agentur sowie in Betriebsbüros verschiedener Theater. Celina interessiert sich für die Produktion von Dokumentarfilmen und Radio-Features (ehemals freie Mitarbeit im Kinderfunk des WDR und BR2).

***

Warum wolltest du für CULTURESCAPES arbeiten?
Durch Kooperationen von CULTURESCAPES mit der Musik-Akademie Basel und dem Offbeat Jazzfestival kannte ich CULTURESCAPES-Direktor Jurriaan Cooimaan schon längere Zeit. Ich liebe die Vielfalt der CULTURESCAPES-Ausgaben. Sie eröffnen dem Publikum neue Perspektiven und Einblicke in die Kulturszene eines Landes oder einer Region und fördern den Austausch. Das schätze ich sehr. Und mir gefällt besonders der neue Ansatz der zukünftigen Festival-Ausgaben, sich ganzen Weltregionen zu widmen, die exemplarisch für Themen rund um den Klimawandel stehen.

Was gefällt dir an der Festivalausgabe CULTURESCAPES 2021 Amazonas?
Wir Menschen sind Teil des Planeten Erde. Sich nicht als höheres Wesen zu begreifen, sondern als untrennbare Einheit mit der Natur, ist den indigenen Völkern Südamerikas eine Selbstverständlichkeit. Der Fokus auf das Amazonasgebiet könnte nicht besser gesetzt sein. Gerade die aktuelle Pandemie zeigt uns deutlicher denn je, dass Umweltschutz und der Erhalt der Artenvieltfalt ganz oben auf unserer Agenda stehen müssen. Für eine weltweit nachhaltige Zukunft in allen Bereichen unseres Lebens müssen wir uns gegenseitig die besten Lösungsansätze abschauen und weiterentwickeln. Ein Festival wie CULTURESCAPES 2021 Amazonas bietet die perfekte Plattform dafür.

 

Julia Grieder
Produktion, Kommunikation & Administration

Geboren 1993 im Thurgau, Schweiz. Studium der Osteuropäischen Geschichte und Slavistik an der Universität Basel. Diverse Studienaufenthalte und Reisen in Russland, Kroatien und Österreich. Praktika und Anstellungen im Kulturbereich, u.a. beim Philosophicum Basel.

 

***

 


Warum wolltest du für CULTURESCAPES arbeiten?
Auf CULTURESCAPES bin ich erstmals zu Beginn meines Studiums in Basel aufmerksam geworden, als das Slavische Seminar im Rahmen der Festivalausgabe CULTURESCAPES Balkan 2013 eine Vortragsreihe organisiert hat. Durch den Fokus auf verschiedene Regionen Osteuropas verband das Festival mein persönliches Interesse an diesem Gebiet mit meiner Affinität für kulturelle Veranstaltungen. CULTURESCAPES scheint mir ein aussergewöhnliches Format zu sein, weil es sich durch einen interdisziplinären und facettenreichen Zugang mit verschiedenen Orientierungspunkten intensiv mit einer Region auseinandersetzt. Durch Perspektiven in den verschiedenen Disziplinen kann man sich dem Thema auf unterschiedliche Art und Weise nähern, da ist für alle etwas dabei. Hinzu kommen partizipative und interaktive Formate, die einen Dialog ermöglichen. Das finde ich besonders reizvoll. Teil von CULTURESCAPES zu sein, gibt mir das Gefühl, mit der restlichen Welt ein bisschen mehr verbunden zu sein.

Was gefällt dir an der Festivalausgabe CULTURESCAPES 2021 Amazonas?
Die Festivalausgabe Amazonas ist einer Region gewidmet, die mir bis anhin noch nicht sehr vertraut war. Durch die Vorbereitung und intensive Auseinandersetzung mit dem Thema hat sich für mich bereits eine Tür in eine neue Welt geöffnet, die sich durch so viele komplexe und aktuelle Themen auszeichnet. Das hat auch meinen Blick für die globalen Zusammenhänge und Verflechtungen geschärft. Ich freue mich schon sehr auf diese Ausgabe und die Fähigkeit der Kultur, diese Komplexität zu entwirren, zu übersetzen und somit die Themen fassbarer zu machen.

Amir Ali
Leitung Kommunikation

Geboren 1980 in Zürich. 2010 B.A. in Journalismus an der ZHAW, seither tätig als Redaktor, unter anderem beim Tages-Anzeiger, Surprise Strassenmagazin und Republik, sowie als freischaffender Reporter im In- und Ausland, u.a. für Die Zeit.


***


Warum wolltest du für CULTURESCAPES arbeiten?
Mir gefällt die Idee, eine Weltgegend über die Kunst zu erforschen und erfahrbar zu machen. Das ist wie eine umgekehrte Reportage: Statt jemanden in ein Gebiet zu schicken, um darüber zu berichten, holen wir Stimmen aus der Region zu uns, um ihnen zuzuhören und zuzuschauen.


Was gefällt dir an der Festivalausgabe CULTURESCAPES 2021 Amazonas?
Das Amazonasgebiet vereint vieles von dem, was unsere Zeit prägt: Allem voran die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, der Klimawandel und die Umweltverschmutzung, aber auch soziale, wirtschaftliche und politische Ungleichgewichte und Missstände. Ich finde es sehr vielversprechend, sich diesen Fragen in so geballter Form über die Mittel und Ausdrucksweisen der Kunst anzunähern.

Kim Egi
Produktion & Kommunikation

Geboren 1994 in Basel, Schweiz. Studiert an der Universität Basel Kulturanthropologie und Politikwissenschaften. Ab 2010 Mitarbeit in verschiedenen (jugend-)kulturellen Projekten, später zuständig für die Produktion von unterschiedlichen Festivals, u.a. Openair Basel, Basler Dokumentartage, Theaterfestival Basel, KlangBasel. Das Interesse an aktuellen gesellschaftlichen Prozessen hat Kim zuletzt auch zu beruflichen Engagements bei den Hilfswerken Terre des Hommes Schweiz und HEKS geführt.

 

***

 

Warum wolltest du für CULTURESCAPES arbeiten?
Die Kulturlandschaft eines Ortes in all seiner Heterogenität zu präsentieren ist eine grosse Herausforderung. CULTURESCAPES schafft es, sich mit einem ausgewählten und vielfältigen Programm dem anzunähern und dabei Grenzen verwischen zu lassen. Mein grosses Interesse an Kultur, und damit meine ich nicht nur die Kunst, sondern auch die Repräsentation einer Lebensweise, kann ich bei CULTURESCAPES genauso verfolgen, wie mein Interesse am aktuellen Zeitgeschehen. Zudem trifft man immer wieder auf neue Leute von überall auf der Welt, wodurch auch schon Freundschaften entstanden sind.


Was gefällt dir an der Festivalausgabe CULTURESCAPES 2021 Amazonas?
Die geschichtliche, politische und insbesondere die wirtschaftliche Verflechtung der Schweiz und des Westens mit der Amazonas-Region ist nicht zu verkennen. Dabei hinterlässt diese Verbindung einen fahlen Beigeschmack. Umso wichtiger scheint mir deshalb der Austausch und die selbstkritische Auseinandersetzung mit dieser Kultur. CULTURESCAPES 2021 Amazonas bietet einen vielschichtigen Ansatz, sich dieser für unsere ganze Welt so wichtigen Region auf eine eindrucksvolle Art und Weise anzunähern.

Newsletter abonnieren