Klangforschung aus Bolivien

12 April 2021
Das Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos spielt zeitgenössische Musik auf den traditionellen Instrumenten der Anden – zusammen mit der Basel Sinfonietta.
Credits: facebook.com/oeinbolivia

Das Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos OEIN vereint auf einzigartige Weise das Klangspektrum der Instrumente des Andenhochlandes mit den Errungenschaften zeitgenössischer Musiksprache. Die Musiker*innen spielen auf ihren traditionellen bolivianischen Instrumenten zeitgenössische Musik, die ausschliesslich für das Ensemble komponiert wurde.

Im Rahmen von CULTURESCAPES 2021 Amazonas kommt das aus sechs Solist*innen bestehende Kammerensemble OEIN für ein gemeinsames Konzertprojekt mit der Basel Sinfonietta und dem Schweizer Komponisten Martin Jaggi zusammen. Auf dem Programm stehen jeweils eine Uraufführung von Martin Jaggi und Carlos Gutierrez (Bolivien), beide eigens für diese Kooperation mit CULTURESCAPES Amazonas 2021 in AUftrag gegeben. Zudem werden Kompositionen von Cergio Prudencio (Bolivien), Julian Quintero (Ecuador) und Alejandro Cardona (Costa Rica) sowie traditionelle Musik aus den Anden gespielt.

Ein zweites Konzert des OEIN-Kammerensemble, das speziell auf Kinder und Familien zugeschnitten ist, findet in der Reihe Gare des Enfants im Basler Veanstaltungslokal Gare du Nord statt.

Das OEIN hat es sich seit seiner Gründung im Jahr 1980 in La Paz, Bolivien, zur Aufgabe gemacht, die typischen Instrumente des Hochlandes der Anden und deren Klangwelten zu bewahren und in die Musikkultur der Gegenwart zu überführen. Seitdem sind zahlreiche Kompositionen entstanden, und Konzerttourneen führen das Ensemble zu Festivals in aller Welt. In den 40 Jahren seines Bestehens hat sich das OEIN als Raum etabliert, in dem die Werte und das Wissen zweier kultureller Seiten der Geschichte – jener der Anden und jener des Westens – zusammenkommen. Damit soll nicht zuletzt auch der Horizont der neuen Generation erweitert werden.

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