Artur Żmijewski. Retrospektive

Ursprünglich Bildhauer, erklärte Artur Żmijewski seinen Wechsel zu Fotografie und Videokunst einst folgendermassen: «Die Welt ist zu kompliziert, um sie in Stein zu meisseln.»
Credits: © Artur Żmijewski

Polnisch mit englischen Untertiteln

CULTURESCAPES zeigt eine Retrospektive von Dokumentarfilmen und Videoarbeiten des polnischen Künstlers und Aktivisten Artur Żmijewski. Ursprünglich Bildhauer, erklärte er seinen Wechsel zu Fotografie und Videokunst einst folgendermassen: «Die Welt ist zu kompliziert, um sie in Stein zu meisseln.» Gemeint ist damit spezifisch die Umwelt des Künstlers: Polen im 21. Jahrhundert – massive ökonomische Ungleichheiten, soziale Marginalisierung, Erinnerungskriege und der Aufschwung der rechten Politik. Dieser Kontext ist wichtig, denn Żmijewskis Arbeiten sind immer politisch und selten politisch korrekt. Sie können als soziale Experimente und manchmal als inszenierte Dokumentationen eingestuft werden. Sie sind immer beunruhigend und verstörend, weil sie verstören sollen. 13 Arbeiten aus den Jahren 1998 bis 2018, die normalerweise einzeln in Museen gezeigt werden, sind am Stück zu sehen. Dies erlaubt es dem/r Zuschauer_in, sich komplett auf den Künstler und seine faszinierende Arbeit einzulassen.

Hinweis: 15.10.19, Stadtkino Basel. In der Pause von 20:30 bis 21:00 Künstlergespräch mit Artur Żmijewski und Dr. Jörg Scheller (ZHdK) auf Englisch.

Künstler_in

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